Vater Sein – Alles zu seiner Zeit!

Herzlich willkommen zu einem neuem Beitrag von Vater-Sein.
Heute dreht sich alles um den Buchstaben A des Wortes VATER. Er verrät uns eine wirksame Strategie für eine Zwickmühle, die du sicherlich schon selbst erlebt hast: Du willst für deine Kids da sein, braucht aber gleichzeitig Ruhe, weil du einen gerade einen Scheißtag hinter dir hast.

Doch zuvor noch ein Dankeschön. Ich habe vor ein paar Tagen diese Mindmap veröffentlicht und schon Rückmeldungen und Anregungen bekommen. Es freut mich sehr, dass diese Mindmap bei Elterngesprächen verwendet wird, doch hierzu habe ich eine Bitte: Mich würde es freuen wenn ihr den Verfasser erwähnt, dass erfüllt mich mit Wertschätzung!


Auch ein herzliches Dankeschön an einen guten Freund, der die Mindmap bereichert und erweitert hat. Ihn hat der Buchstaben E inspiriert. E wie Entdecker. Jürgen liebt es, immer mit seinen Kids auf Entdeckungsreise zugehen, die Natur zu erforschen. Das ist das, was ihn mit seinen Kindern in Verbindung bringt.

Ich liebe Mindmaps oder wie Vera F. Birkenbihl dazu sagt KaWa’s (Kreative Analografie, WortAssoziazion. Keine Angst, diese KaWa ist nicht zum Erfüllen da, sondern enthält lediglich Anregungen, um deine Vater-Kind-Beziehung zu stärken.

Wie gesagt, heute wollen wir uns dem Buchstaben A dieser wunderbaren Mindmap widmen. Doch zuvor möchte ich dich zu etwas einladen.

Bitte gib auf!

Ich lade dich zur Aufgabe ein.

Ich lade dich ein, dich von dem Gedanken zu befreien, ein perfekter Vater sein zu wollen. Diesen Gedanken hier und jetzt aufzugeben.
Denn was ist ein perfekter Vater? Es gibt dazu kein Patentrezept.
Wir Menschen sind individuell. Das eine Kind ist laut, das andere wiederum leise. Eines braucht mehr Aufmerksamkeit, das andere liebt die Stille und die Einsamkeit. Wie kann man aus einer so einer Vielfalt ein Patentrezept erstellen? Meiner Ansicht nach: gar nicht. Es soll auch nicht passieren. Denn diese Vielfalt bereichert unser Leben.

Was du stattdessen tun kannst? Für deine Kinder, die Familie und dich selbst DA zu sein. Uns als Menschen zu sehen und nicht als Objekte, die irgendwelche Erwartungen zu erfüllen haben.

Vertrauen
Quelle: Pixabay

Und dem Leben vertrauen, dass alles so kommt, wie es sein soll. Dass alles richtig ist, auch wenn es schwer ist, es so zu sehen.
Wenn du nur das aus dem Ganzen mitnimmst, hat sich dieser Blogartikel schon gelohnt!

Das Geheimnis!

Aber nun zum Geheimnis von letzter Woche.

Ich stellte folgende Frage: Was kannst du tun, wenn die Kinder wild um dich tanzen, weil sie sich freuen, dich nach einem langen schweren Arbeitstag wieder zu sehen und mit dir spielen wollen?

In dir tauchen zwei Gedanken auf. Auf der einen Seite: “Ich möchte meine Ruhe haben, es war echt ein Scheißtag. Ich mag nicht!” Auf der anderen Seite: “Ich muss mit meinen Kindern spielen, ich möchte ja ein guter Vater sein. Sie haben mich den ganzen Tag nicht gesehen!”

Wenn das der Fall ist, darfst du dich gerne an den Buchstaben “A” im Wort “Vater” erinnern:
Alles zu seiner Zeit.

Halte kurz inne und stell dir diese Situation vor.
Du gibst nach und machst halbherzig mit bei diesem Spiel?
Du opferst dich auf und spielst mit ihnen, wie oft gelingt dir das?

Wie lange kannst du das mitmachen ohne zu explodieren, weil irgendein Ereignis nicht so abläuft, wie du es dir vorstellst?
Wenn ich das ehrlich beantworte, nicht oft. In guten Tagen wo ich echt bei mir war vielleicht 3 mal hintereinander. Beim vierten Mal war ich überhaupt nicht mehr geistig anwesend. Wenn dann möglicherweise auch noch eine Diskussion ausgebrochen ist oder eines der Kinder ein “Schnoferl” gezogen hat, dann ist das Fass übergelaufen.

Warum? Ganz simpel. Weil so Gedanken aufkamen wie: “Das darf ja nicht sein. Du opferst dich, damit sie Spaß haben und dann schauen sie drein, wie drei Tage Regenwetter. Nein, das geht gar nicht. Wenn ich das schon mache dann müssen sie auch dankbar sein und Spaß haben. Ist das so schwer?”

Wie bist du Anwesend?

Dann habe ich noch eine ganz andere Frage: Wie oft spielst du mit deinem Kind und bist doch mit den Gedanken bei irgendeinem Problem, dass dich gerade beschäftigt? Streit mit der Frau, Freundin? Oder wünscht dir endlich mal Zeit für dich zu haben? Alles legitim und auch absolut wichtig. Aber genauso wichtig ist es, anwesend zu sein. Bei allem, was du tust.

Wenn es deine echte Absicht ist, dass du mit deinem Kind spielen oder Zeit verbringen willst, das erste Bühnenstück sehen oder das erste Match, was auch immer: Dann sei zu hundert Prozent anwesend.

Quelle: Pixabay

Warum?
Weil es deine Kinder spüren, wenn du nur halbherzig anwesend bist.
Weil du möglicherweise die schönsten Momente im Leben verpasst. Stell dir vor, du stehst auf dem Skateboardplatz oder beim Judoturnier. Deinem Kind gelingt sein erstes Kunststück oder ein wunderbarer Schulterwurf. Und du hast es nicht gesehen, weil du gerade mit deinem Handy beschäftigt warst um etwas ach so wichtiges für die Firma zu erledigen.
Dieser Moment ist vorbei und unwiederbringlich.

Zu 100 % anwesend zu sein, stärkt das Vertrauen deines Kindes. Es lernt, dass es sich auf das Gesagte, das Versprochene, auf dein Wort verlassen kann. Dabei erkennt es selbst, wie wichtig Vertrauen und Verlässlichkeit ist.
Wie schön es ist, wenn das Gegenüber zu seinem Wort steht. Genau aus diesem Grund wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dies auch in sein Leben integrieren.

Aufrichtigkeit

Genau deshalb ist es essenziell, dass du deinem Kind offen und aufrichtig sagst, ob du jetzt Zeit hast und vor allem nehmen willst. Ob du es gerade schaffst zu 100% anwesend zu sein oder du zu sehr abgelenkt bist. Du kannst dein Kind auch darum bitten, darauf zu achten. Und wenn es denkt, dass du nicht bei der Sache bist, dann darf es dich darauf aufmerksam machen. Auch wenn es einzig und alleine deine Verantwortung ist, ob du anwesend bist – du darfst um Unterstützung bitten.

Bitte achte darauf, dich altersgerecht auszudrücken und es so zu formulieren, dass es beim Kind auch ankommt.

Für deine Aufrichtigkeit und Offenheit werden dir die Kinder dankbar sein.
Dankbar für diesen Baustein zu einer tieferen Verbindung.

Danke fürs Lesen und ich freue mich, dich nächste Woche wiederzusehen – mit dem Buchstaben E wie Einfühlsamkeit und Empathie und warum gerade diese beiden für Kinder und dich selbst essenziell sind.

Alles Liebe, dein

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Korrektur: Melanie Huemer von Textgespür

Hier dieser Artikel zum Nachhören bzw. Nachsehen:

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