Gewalt vs. Gewalt? Wie du dein Kind davor schützen kannst!

Gibt es Alternativen zu Gewalt und bringt es etwas, wenn Gewalt gegen Gewalt eingesetzt wird? Viele von euch werden das verneinen und doch geschieht es täglich jedem von uns. Aber heute will ich nicht über die alltägliche Gewalt sprechen, die uns alle betrifft. Sondern von der Gewalt, die für manche wirklich die Hölle bedeutet. Menschen, die nicht wissen, ob sie die nächsten Stunden überleben. Ich spreche von Krieg und Terror.

Obwohl wir in einem gesegneten Zeitalter leben, gibt es immer noch Länder, wo Krieg Angst und Schrecken verbreitet.

Weil wir als Menschen, als Eltern immer noch lernen und unserer wahren Verantwortung bewusst werden dürfen. Aber von Anfang an.

Gegen die Gewalt gibt es keine Spritze

Kürzlich gab es einen Anschlag auf amerikanische Soldaten. Das hat mich sehr erschüttert. Nicht weil ich diese Menschen kenne, sondern weil das Leben für mich einen sehr hohen Stellenwert hat und ich aus dem Handeln der Menschen nicht schlau werde. Zum einem wehren wir uns gegen ein Virus, gegen etwas Natürliches. Da dürfen wir keine Verluste erleiden, was aber in meinen Augen zum Wachstum aller Lebewesen beitragen würde. Auf der anderen Seite schlagen wir uns selbst die Schädel ein. Gibt es nicht dafür ebenfalls eine Spritze?

Wenn ich nach einer solchen Tat die Regierungsvertreter höre, macht es mich traurig und erschüttert mich:

“Wir werden die Verantwortlichen jagen und zur Rechenschaft ziehen.“
“Sie dürfen nicht mehr unter uns weilen!“

Bei allem Verständnis für die Ohnmacht, die Trauer und den Schmerz, der beim Verlust eines geliebten Menschen herrscht:

Gewalt als lösungsorientierte Antwort auf Gewalt?
Ein Vergeltungsschlag, der viele zivile Opfer inklusive Kinder fordert – ist es das wirklich wert?

Und wie geht es weiter? Nimmt die Gegenseite wieder einen Rachefeldzug vor? Unter Familien würde man das eine Fehde nennen.

Gewalt, Krieg, Rache
Quelle: Pixabay

Ist Rache & Vergeltung das einzige Mittel?

Ich glaube nicht. Auch wenn es im ersten Augenblick unmöglich erscheint. Aber die einzige Antwort auf Gewalt ist die Vergebung. Wie ich schon mal in einem Artikel über Vergebung geschrieben habe:

“Wie fühlt es sich an, diesen Hass im Herzen zu tragen?
Wird er geringer im Lauf der Monate?
Er vergiftet eure Tage, eure Nächte, bis er alles vereinnahmt hat, was ihr einst wart.”

Wobei dieser Ansatz mehr die leidenden Familien betrifft, denn ich glaube nicht, dass Staatsmänner von Hass und Vergeltung gelenkt sind. Achtung Unterstellung: Ich glaube, sie sind von Habgier und Macht getrieben. Sie nehmen all die Geschehnisse als Vorwand, um den Wirtschaftsfaktor Krieg am laufen zu halten.

Sie schüren nur mit Propaganda den Hass in der Bevölkerung gegen andere Menschen. Damit die ihr Einverständnis zum Krieg geben und sich genügend Soldaten finden, die für ihr Vaterland kämpfen & sterben wollen. Wie ihnen dass gelingt? Dazu habe ich im Artikel Wut Hass Zorn schon mal geschrieben, aber auch Daniele Ganser hat dies in einem YouTube-Beitrag (1) sehr gut dargestellt.

Ich weiß, momentan erzähle ich nichts neues, aber vielleicht möchtest du erfahren …

Was können wir als “kleines” Volk gegen diese Staatsmänner ausrichten?

Ich bin nicht blauäugig und bin mir dessen absolut bewusst, dass dies momentan nur ein Traum, ein Wunsch ist. Aber ich bin mir sicher und zu 100% davon überzeugt, dass er wahr wird. Wie? Indem dieser Artikel und unzählige andere Artikel zu diesem Thema genug Menschen erreichen, um diesen Traum gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Inspiration zu diesem Artikel kam von einem Lied von Reinhard May, welches neu aufgenommen wurde. “Nein meine Söhne gebe ich nicht”(2)

Hier heißt es in einer Zeile:

“Ich hab sie die Achtung vor dem Leben, vor jeder Kreatur als höchstem Wert, ich habe sie Erbarmen und Vergeben und wo immer es geht, Lieben gelehrt”

Wenn ich das meinen Kindern beigebracht habe, dann haben wir als Eltern gar keine andere Wahl, als sie vom Bundesheer und dem Krieg fern zu halten.

Das wir durch eine weitere Strophe unterstrichen.

“Die Kinder schützen vor allen Gefahren, ist doch meine verdammte Vater Pflicht! Und das heißt, auch sie vor euch zu bewahren – nein, meine Söhne kriegt ihr nicht!”

Unser Kinder vor Gewalt schützen

Denke bitte kurz über diesen Satz nach. Ich selbst habe 3 Söhne – und nie wirklich darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn meine Kinder den Grundwehrdienst antreten.

Darum bitte ich dich, lass dir diesen Satz auf der Zunge zergehen: “Die Kinder schützen vor allen Gefahren, das ist doch meine verdammte Vaterpflicht!”

Ich weiß, wir können unsere Kinder nicht vor allem beschützen. Sie dürfen in vielen Situationen selbst lernen. Aber wenn ich meinen Kindern Achtung vor dem Leben und Vergebung gelehrt habe, Lieben anstatt zu Hassen, dann “muss” ich als Vater dafür sorgen, dass sie nie in einen Krieg ziehen. Wenn ich sie beschützen will, dürfen sie nie Waffen tragen, sich nie vor einem System beugen und dienen, wo Hass und Vergeltung als höchstes Gut wegen dem Wirtschaftsfaktor Krieg gelebt wird.

Bevor du jetzt weiterliest, bitte ich dich kurz inne zu halten. Stelle dir eine Welt vor, in der Väter und Mütter aller Nationen ihre Pflicht ernst nehmen und nicht alles so hinnehmen, weil es immer schon so war!

Wie sieht diese Welt aus, wie fühlt sie sich an?

Ich habe aber nur Gewalt als Strategie kennengelernt!

Wir sind in einem System groß geworden, wo uns von Kindesbeinen an beigebracht wird, dass nur Gewalt gegen Gewalt hilft. Ellbogentechnik macht erfolgreich und so weiter.

Auch wenn dies über Generationen abgenommen hat, (zumindest in dem Teil Europas, wo ich lebe) sehe ich trotzdem noch immer Gewalt. Kriege, wenn auch zurzeit in fernen Ländern. Doch die eigentliche Gewalt ist nah. Ich denke dabei an Coronademonstranten, Frauenmorde, häusliche Gewalt und Gewalt gegen Kinder. In Schulen und Horten. Überall lauert Gewalt, wenn auch nur in versteckter, kleiner Form.

Wenn ich an meine Kindheit denke und mir die Erziehungsmethoden meiner Eltern und die meiner Freunde ins Gedächtnis rufe, wurden uns nur zwei Strategien beigebracht: Dein einen war das Nachgeben wichtig, frei nach dem Motto: Der Klügere gibt nach. Die anderen Eltern oder Väter hielten sich an den Grundsatz: Respekt muss man sich mit aller Macht verschaffen. Nicht lange fackeln. Beides gewalttätige Ansätze. Nur ist der eine mir gegen über gewalttätig, der andere anderen gegenüber. Doch keiner begegnet auf Augenhöhe.

Gewalt, Augenhöhe
Quelle: Pixabay

Was ist die Alternative zu Gewalt?

Die Begegnung auf Augenhöhe. Uns als Menschen zu sehen und strikt zwischen Tat und Mensch zu unterscheiden. Mit diesem Ansatz und dieser Sichtweise für alles Wichtige friedlich, aber bewusst einzustehen und gleichzeitig das Wohl aller sehen.

Hört sich utopisch und schwer an? Ja ist es – weil wir es nie gelernt haben. Aber ich hatte das Glück, über die gewaltfreie Kommunikation gestolpert zu sein. Ich durfte es hautnah und mit meinen Kindern lernen. Diese Art der Kommunikation ermöglichte uns, eine tiefe Nähe und eine innige Vater-Kind-Beziehung zu leben und dauerhaft zu erhalten. Gelingt es uns dabei, immer auf Augenhöhe zu bleiben? Nein, aber wir wachsen und lernen gemeinsam – das ist das wunderbare.

Die gewaltfreie Kommunikation hat nicht nur die Bande zu meinen Kindern gestärkt. Sie hat auch die Bande zu mir und meinem Ego gefestigt und mich in die Selbstliebe gebracht. Sie hat mir geholfen, meinen inneren Frieden zu finden und zu leben.

Du möchtest selbst eine innige Vater-Kind-Beziehung erfahren? Andere Strategien kennenlernen, die du deinem Kind als Alternative zu Gewalt mit auf den Weg geben kannst?

Ich unterstütze dich als Vater dabei, eine innige Vater-Kind-Beziehung zu leben. Mit gewaltfreier Kommunikation erlernst du wirksame Strategien, für deine Bedürfnisse einzustehen und diese auch an deine Kinder weiterzugeben. Denn Selbstliebe auf allen Ebenen ist der Schlüssel zu einer besseren Welt.

Alles Liebe, dein

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Daniele Ganser: Propaganda https://youtu.be/ooM3rrBoiBA

Reinhard May und Freunde: “Nein meine Söhne geb ich nicht!
https://youtu.be/1q-Ga3myTP4

Andere TrainerInnen zur Gewaltfreien Kommunikation www.gewaltfrei.at

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